Konzept & Curriculum
Die systemische Beratung ist ein Denk- und Handlungsansatz, der Individuen, Familien,
Gruppen und Organisationen als soziale Systeme begreift, die gleichermaßen Wandel und Stabilität
in einem komplexen Beziehungsgeflecht verwirklichen müssen. Berater/Beraterin und Klient/Klientin
bewegen und verändern sich in solchen komplexen Systemen, die sie beeinflussen
und von denen sie beeinflusst werden. Diese Wechselseitigkeit zu begreifen, sie diagnostisch
zu erfassen und durch gezielte Interventionen Anstöße zu Veränderungen zu geben,
sind Ziele dieser Weiterbildung.
Ausgehend von Fragestellungen aus der eigenen Berufspraxis lernen die TeilnehmerInnen verschiedene
Konzepte systemischen Denkens und Handelns kennen. Dabei ist die methodische Orientierung
abhängig vom Entwicklungsprozess der Kursgruppen und den jeweiligen Themen.
Wir arbeiten mit einer Integration von Theorievermittlung, Demonstration, Präsentation, Selbsterfahrung
und Körperarbeit sowie Übungen zu systemischen Diagnosen und Interventionen. Rollenspiele,
Skulptur-, Genogramm- und Organigrammarbeit unterstützen den Lernprozess.
Beratungsarbeit ist immer auch Beziehungsarbeit, die von der Person des Beraters/der Beraterin
abhängt und nicht nur eine gekonnte Anwendung einer Beratungstechnik. Die Auseinandersetzung
mit der eigenen BeraterInnenpersönlichkeit ist daher immer wieder Gegenstand in den Seminaren.
Theoriearbeit, Selbsterfahrung und praxisbezogene Fallarbeit werden in einer prozessorientierten
Didaktik miteinander verbunden. Das theoretische Konzept integriert die verschiedenen Ansätze
Systemischer Therapie und Beratung.
Durch intensive Kleingruppensupervision und Intervision wird der Aneignungsprozess der systemischen
Arbeitsweise vertieft und der Praxistransfer hergestellt. Die Supervision ist überwiegend
als Live-Supervision konzipiert, d. h.,
die TeilnehmerInnen beraten Einzelne, Teilsysteme, Gruppen oder Teams in Gegenwart der
SupervisorInnen und der Supervisionsgruppe.
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